Lebensinseln anlegen

Du möchtest unsere Normallandschaft bereichern und etwas dazu beitragen, sie zu einer neue Kulturlandschaft zu verändern? Dann starte jetzt mit deiner eigenen Lebensinsel!

Nicht jeder hat einen eigenen Garten, aber es gibt genügend öffentliche Flächen, die zur Verfügung stehen. 

Mit einer Fläche von insgesamt weit mehr als 3 Mio. Hektar ein unglaubliches Potential!


Was kann ich tun?

Möchtest du aktiv mithelfen oder vielleicht die Verantwortung für eine eigene Lebensinsel übernehmen? Oder durch einen  freiwilligen Energieausgleich dazu beitragen?

Selbst aktiv werden – so geht's!

Unsere Landschaft braucht Trittsteine für die Natur. Ein Garten, der sich in einen Hortus verwandelt, kann ein solcher Trittstein sein.

Aber das ist nicht genug. Wir brauchen auch Lebensinseln in den Agrarflächen. Diese zu gestalten ist die Grundlage der Idee "Lebensinseln".

Hier wollen wir als Netzwerk auch finanziell unterstützen.

Die Idee

Hilf aktiv mit, um unsere bedrohte Natur zu schützen und die Artenvielfalt zu bewahren!

Mit einer „Lebensinsel“ ist dies auch ohne ein eigenes Grundstück oder einen  Garten möglich. Du kannst einfach vor Ort anfangen, auch wenn das Land nicht dir gehört. 

Die Idee besteht darin, dauerhaft Verantwortung für ein Stück öffentliches Land zu übernehmen und die Fläche dann im Sinne des Arten- und Naturschutzes zu gestalten und zu betreuen. Es besteht oft die Möglichkeit, nach Anfrage  bzw. Absprache mit zuständigen Stellen, die Patenschaft über ein entsprechendes Stück öffentliches Land zu übernehmen.

Geeignete Flächen

• Feldränder
• Grünanlagen der Gemeinde (oft nur Rasen)
• Flächen an Kitas, Schulen und ähnlichen Einrichtungen 
• Freiflächen von Gewerbebetrieben
• Schau' dich um – du entdeckst bestimmt noch mehr!

Gestaltung

Die Fläche kann leicht mit Pflanzen und Naturmodulen aufgewertet werden. Wichtig ist auch eine regelmäßige Pflege deiner Lebensinsel.

Bei Unsicherheit wirst du genügend Ratschläge von der Facebook Gruppe bekommen.

Je nach Platzangebot finden dort folgende Naturmodule Platz:


• Ansitzstangen für Greifvögel
• Wildsträucher & -bäume
• Nistkästen
• Wildbienennisthilfen
• Steinhaufen
• Benjeshecken
• Totholzhaufen
• Wildblumenansaaten

Übersicht über Naturmodule

Organisation

1. Geeignete Fläche finden

2. Planung: was ist möglich und sinnvoll?

3. Konzept erstellen

4. Kontaktaufnahme zu Behörden/Ämtern und persönliche Vorstellung

5. Komunikation: So viele begeisterte Unterstützer wie möglich kontaktieren und einbinden

6. Finanzierungsbedarf klären: Fördermittel prüfen / Spenden, eventuell Unterstützung durch das Hortus Netzwerk

7. Bau: Helfer suchen / finden!

8. Sicherung: Hinweisschild anbringen! Umzäunung/Wildzaun nötig?

9. Regelmäßige Pflege bzw. Betreuung sichern

10. Öffentlichkeitsarbeit prüfen (Artikel in Regionalzeitungen usw.)

Ansprechpartner

• Untere Naturschutzbehörde
• Bauamt Grundstücksbesitzer / Pächter
• Agrargenossenschaft
• Gemeinderat, Anrainer / Nachbarn 
• Ortsansässiger Naturschutzverein / -gruppe
• Grünflächenamt

Eine breite Kommunikations- und Informationsarbeit gibt Sicherheit und garantiert längerfristigen Erfolg!

Unterstützung

Das Aufstellen einer Schau- bzw. Lehrtafel wird oft finanziell unterstützt!

Fördermöglichkeiten der Anlage von Streuobstwiesen, Wildhecken prüfen!

Informieren, ob die Fläche evtl. Potenzial für das sog. Ökokonto hat!


Nutzen hervorheben (Bsp. Vogelsitzwarte gegen Mäuseüberpopulation)

Prüfe, ob ein schriftlicher Patenschaftsvertrag geschlossen werden kann!

Initiativen wie "Deutschland summt!" haben ebenfalls Erfahrung mit Behörden und können unterstützen!

Sind alle Fördermöglichkeiten geprüft und es ist noch Unterstützung nötig, unterstützt dich die Initiative Lebensinseln gerne mit allem, was du für deine Lebensinseln brauchst z. B. Saatgut für Pflanzen, Lebendpflanzen, Nisthilfen und Co.!

Stelle uns dazu deine Lebensinsel in der Community auf Facebook (
https://www.facebook.com/groups/lebensinseln) vor und erzähl' uns, welche Unterstützung du dir wünschst. Also, los geht's!

Der Klappertopf (Foto: Zottiger Klappertopf)


… ist eine beliebte Pflanze bei Bienen und Hummeln. Zudem eignet sich der Halbschmarotzer dazu, Flächen artenreicher zu gestalten, da er sich mit seinen Wurzeln an Gräser anhaftet und diese damit schwächt. So können sich Blühpflanzen besser durchsetzen. Damit ist der Klappertopf der erklärte Feind von Gräsern und eine Ansaat dieser Pflanze kann ein toller Start für eine Lebensinsel sein. Grundsätzlich gilt natürlich: Je magerer eine Fläche, desto mehr blüht.